Ein neues Gebiss für Ihr Pferd, dann kann das alte doch weg?
Wer mich von einer Gebissberatung kennt, weiß, was ich immer sage: „Ein Gebiss ist wie ein Paar Schuhe“… Das heißt: man muss sie einlaufen, aber auch abwechseln. Dies ist auch die Vision von Fager, einer der Marken, mit denen ich arbeite. Und dieser Vision kann ich voll und ganz zustimmen.

So wie man sich an neue Schuhe gewöhnen muss, muss sich auch das Pferd an ein neues Gebiss gewöhnen. Denn das eine Gebiss wirkt mehr auf die Laden ein, während ein anderes Gebiss beispielsweise die Zunge stärker belastet. Dadurch wird die Druckverteilung im Maul anders sein und das Maul des Pferdes muss sich physisch daran gewöhnen. So können Sie vermeiden, dass Ihr Pferd Unannehmlichkeiten entwickelt oder sogar Angst vor dem Gebiss bekommt.
Gewöhnung an ein neues Gebiss
Wenn Sie dem neuen Gebiss nicht die Zeit geben, sich daran zu gewöhnen, und es sofort dauerhaft verwenden, riskieren Sie, dass an diesen neuen Druckpunkten Prellungen entstehen. Das Pferd könnte das neue Gebiss dann mit Schmerzen assoziieren und Angst vor dem Druck bekommen. Dies kann zu unerwünschtem Verhalten führen, wodurch Sie dem Gebiss die Schuld geben und entscheiden, es nicht mehr zu verwenden, obwohl dies eigentlich nicht der Fall ist.
Zeitrahmen
Aus diesem Grund empfehlen wir, die Gebisse regelmäßig zu wechseln. Wenn Sie ein neues Gebiss verwenden, das aus einem neuen Material besteht, andere Seitenringe hat oder ein anderes Design mit einer anderen Druckverteilung aufweist, empfehlen wir, nach drei Ritten zu einem anderen Gebiss zu wechseln. (Dieser Rat hängt davon ab, wie oft Sie reiten und wie lange jede Einheit dauert). Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Dauer der Nutzung des neuen Gebisses allmählich zu steigern, also zuerst eine Viertelstunde mit dem neuen Gebiss zu reiten und danach mit dem anderen Gebiss. Dies wird dann schrittweise aufgebaut.
Wir empfehlen, diesen Einführungszyklus etwa 2-3 Monate lang zu wiederholen. Es ist schwierig, einen allgemeinen Zeitrahmen anzugeben, da jedes Pferd anders reagiert. 2-3 Monate sollten daher ausreichend sein, abhängig von der eigenen Einschätzung der Situation.
Überprüfen Sie regelmäßig das Maul und die Zähne Ihres Pferdes, um festzustellen, ob es Prellungen oder andere Beschwerden gibt. Wenn Sie nicht weiterwissen, stehen wir Ihnen gerne für weitere Beratungen zur Verfügung!